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Sri Lanka - Kirinda

 

 

Kirinda

Vom Yala Nationalpark ist es nach Kirinda nicht mehr weit. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie diesen kleinen Fischerort mit schöner Tempelanlage.

Der Tsunami hat Kirinda schwer getroffen. Die Regierung von Sri Lanka baute nun zum Schutz einen riesigen Sandwall, der aber leider schon wieder zusammensinkt.

Der Sage nach soll die Prinzessin Vihara Mahadevi hier gelandet sein, nachdem sie ihr Vater auf dem Meer ausgesetzt hat. Der Vater - Kelani Tissa - hatte einen Mönch in einem heißen Ölfass getötet, die Strafe dafür war ein Tsunami, der um Christi Geburt Colombo überschwemmte. Als Wiedergutmachung opferte er seine Tochter, indem er sie dem Meer übergab. Der schöne Tempel errinnert an diese Gesschicht.

 

Auszug aus dem Buch "Faszination Sri Lanka"

Vihara Mahadevi und ihr Sohn Dutugamunu

Vihara Mahadevi war die schöne Tochter von König Kelani Tissa, dessen Königreich an der Mündung des Kelaniya Flusses, nördlich von Colombo, lag.

Dieser König war kein guter Mensch. Eines Tages packte ihn der Zorn und er ließ einen Novizen aus dem naheliegenden Kloster auf sehr grausame Weise töten – er ließ ihn in einen riesigen Topf mit kochendem Öl werfen und verbrühen. Vom Meer her kamen kurz darauf riesige Wellen, ein Tsunami überschwemmte das Königreich. Viele Menschen wurden verletzt oder kamen zu Tode, Hütten und Häuser wurden zerstört. Da man es nicht besser wusste, beschuldigte man den König. Er sei dafür verantwortlich, dass dies alles verloren ging, er habe doch den kleinen Mönch ermorden lassen.

König Kelani Tissa musste handeln, um seine Macht zu erhalten und das Volk zu beruhigen. Er schmiedete einen Plan, in dem seine schöne Tochter die Hauptrolle spielen sollte. Schon ließ er sie rufen und teilte ihr mit, dass sie auserkoren sei, das Meer zu besänftigen. Überzeugt von seinem Tun, aber dennoch schweren Herzens, setzte er seine Tochter in ein goldenes Boot und schickte sie auf das Meer hinaus, opferte sie dem Meer. Nie wieder hat er sie gesehen.

Das Schicksal meinte es jedoch gut mit Vihara Mahadevi. Sie überstand die Schiffsreise unbeschadet und wurde an der Südküste bei Kirinda an Land, besser gesagt, an die Felsen gespült. Hier lag das Reich von König Kavan Tissa. Er war sofort zur Stelle, um die Schönheit aus dem Meer in Empfang zu nehmen. Ein Wahrsager hatte ihm bereits prophezeit, dass seine künftige Frau über das Meer zu ihm kommen würde – nun war sie da und kurz darauf feierte man Hochzeit. Lange blieb die Ehe kinderlos, Vihara Mahadevi war verzweifelt. Viele Besuche im Tempel waren nötig, um den Kinderwunsch zu erfüllen, schließlich bekam sie doch zwei Söhne.

Jahre vergingen und auf der Insel herrschte immer wieder Krieg, Tamilen wollten von Norden her das Land erobern. Kavan Tissa war ein friedliebender Mensch, er wollte keinen Kampf, keinen Krieg. Also ließ er seine beiden Söhne im Tempel schwören, nie gegen die Tamilen kämpfen zu wollen. Eines Tages sah die Mutter, dass ihr Sohn Dutugamunu zusammengekrümmt, wie ein Embryo, in seinem Bett schlief. Auf ihre Frage hin, wovor er Angst habe, antwortete er: „Siehst du nicht die Bedrohungen? Hinter mir das Meer und vor mir die Tamilen! Wie soll ich beruhigt und entspannt einschlafen können?“

Die Mutter machte diese Aussage sehr traurig und sie suchte ein Gespräch mit ihrem Mann. Sogleich kam Dutugamunu dazu und ersuchte den Vater, in den Krieg gegen die Tamilen ziehen zu dürfen. Schweren Herzens gab der Vater nach und Dutugamunu zog von dannen.

Jahre des Krieges folgten. Dutugamunu konnte viele Kämpfe für sich entscheiden, nicht zuletzt dadurch, dass ihm „zehn Riesen“, übergroße Männer, zur Seite standen. In der finalen Schlacht stand er in der Nähe von Anuradhapura dem Tamilenführer Elara direkt gegenüber. Es gab einen Kampf Mann gegen Mann, auch diesen letzten Kampf konnte Dutugamunu für sich entscheiden.

Dutugamunu war nun der erste König, der über die gesamte Insel regierte, Anuradhapura machte er zur Hauptstadt.

Je älter Dutugamunu wurde, umso trauriger wurde er. Er dachte an all die Schlachten, an all die Toten. Er fühlte sich schuldig. Im Hinblick auf eine günstigere Wiedergeburt ließ er in seiner Hauptstadt Anuradhapura durch die „zehn Riesen“, die noch immer in seinem Dienst standen, die Dagoba „Ruwanweli Mahaseya“ erbauen. Sein letzter Wunsch war es, die vollendete Dagoba zu sehen, dann wollte er sterben. Dieser Wunsch sollte sich auch erfüllen: am Tage vor seinen Tod wurde die Dagoba fertig gestellt, Dutugamunu konnte noch einen letzten Blick darauf werfen.

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