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Sri Lanka - Edelsteine

 

 

Edelsteine von Sri Lanka

Wie schrieb Marco Polo bereits 1293: "Der König soll den größten Rubin besitzen, den es gibt - er soll eine Spanne lang und armdick sein, über alle Maßen glänzen und keinen einzigen Flecken haben."

Sri Lanka ist für seine Edel- und Halbedelsteine seit biblischen Zeiten berühmt – geschürft werden hauptsächlich Saphire, aber auch rosarote Rubine, blaue Mondsteine, Turmaline, Granaten, Spinelle, Aquamarine, blaue Topase, Katzenaugen, Quarze.

Die berühmtesten Edelsteine der Welt kommen aus Sri Lanka, so z. B. der „Blue Belle of Asia“ der englischen Krone.

Es wird angenommen, dass nur etwa 10 % des Edelsteinvorkommens entdeckt worden ist – die restlichen 90 % warten noch auf ihre Auffindung. Zurzeit wird nur in und um die Stadt Pelmadulla geschürft. Die nächstgelegene Stadt ist Rathnapura, sie liegt inmitten von landwirtschaftlich genutzten Flächen im „Nirgendwo“ und gilt als Hauptstadt der Edelsteine.

Die Steine werden nach wie vor in althergebrachter Weise geschürft:
Zunächst gilt es zu erkunden, wo sich Quarzitkieselablagerungen befinden, die sich meist dicht unter der Erde befinden. Hierzu werden Stangen in den Boden getrieben, die beim Auftreffen auf diese Ablagerungen einen bestimmten Klang von sich geben. Um an die Schicht mit den begehrten Edelsteinen zu gelangen, werden Schächte und Stollen angelegt; die Arbeiter bringen Körbe mit Steinen und Schlamm ans Tageslicht - für uns Europäer eine schier unmenschliche Tätigkeit. Nach dem Abbau, beginnt das Auswaschen der Körbe - das innenliegende Gesteinsmaterial wird in kreisende Bewegung versetzt und durch das Eintauchen des Korbrandes in Wasser wird das leichtere Material weggespült. Zurück bleiben die begehrten Edelsteine, aber auch Kieselsteine. Die Rohedelsteine erkennt nur der Fachmann, für unser Auge sind sie von gewöhnlichen Kieselsteinen kaum zu unterscheiden. Erst durch die Kunst der Schleifer wird der der Stein "wachgeküsst" und erhält seine Leuchtkraft und Klarheit.

Die Edelsteingewinnung wird auch heute noch in einer Art Gesellschaft betrieben. Je nach Vereinbarung erhält jeder Teilhaber und Arbeiter seinen Anteil am Gewinn. Der Betreiber der Mine muss eine Kaution hinterlegen, die er wieder zurückbekommt, wenn das Land wieder im ursprünglichen Zustand übergeben wird.

Die Gewinnung der Edelsteine liegt in der Hand der Singhalsen; der Vertrieb ist Sache der Moors, der muslimischen Bevölkerung Sri Lankas.

Blauer Mondstein

In der Nähe von Hikkaduwa findet man den blauen Mondstein. Dieser braucht zur Entstehung über Tausende von Jahren Süß- und Salzwasser – in diesem Gebiet gibt es die richtige Zusammensetzung davon im Grundwasser.

Die Minen kann man besichtigen, es wird gezeigt, wie nach alter Tradition geschürft wird. Nur Mondsteine im Alter zwischen 3.000 und 10.000 Jahren werden genutzt, die jüngeren haben noch keinen schönen, milchigen Glanz, die älteren zerbröckeln.

Der Legende nach kann man hellsichtig werden, wenn zur Stunde des Vollmondes einen Mondstein auf die Zunge legt. Man darf daran zweifeln oder man sollte es ausprobieren …

Mein Tipp:

An dieser Stelle möchte ich noch ein ganz persönliches Wort über Schmuck- und Edelsteinkauf auf Sri Lanka an meine Leser richten. Leider werden immer qualitativ minderwertige Steine zu überhöhten Preisen angeboten. Seien Sie bitte sehr vorsichtig, beim Kauf von Schmuck und Edelsteinen und bedenken Sie, dass das hierzulande gängige Provisionssystem den Preis zusätzlich erhöht.


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