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Landwirtschaft auf Sri Lanka

Ein Großteil der Bevölkerung auf Sri Lanka lebt nach wie vor von der Landwirtschaft und verdient damit auch gutes Geld. Bauern sind nach den Pristern die zweithöchste Kaste unter den Singhalesen und demnach hoch angesehen. Nachdem nach wie vor meist in derselben Kaste geheiratet wird – Bauerntöchter heiraten Bauernsöhne – ist der Fortbestand gewährleistet und private Farmen mit an die tausend Stück Rinder sind nicht selten.

 

 

Sri Lanka | Ceylontee

 

 

 

 

Ceylontee

Bereits im Jahr 1849 versuchte sich der Schotte James Taylor in Teeanbau und legte seine erste kleine Plantage in den Bergen von Ceylon an. Da die englischen Kolonialherren bereits Erfahrung mit Teeanbau in Indien hatten, brachten sie kurzerhand die Teesträucher und Pflücker nach Ceylon.
Heute ist Ceylon Tee weltberühmt und wird von Sri Lanka aus in fast alle Länder der Erde exportiert.
Mehr Informationen gibt es hier -> klick

Sri Lanka | Kautschuk

 

 

 

 

Kautschuk

Wenn man über die Insel fährt, sieht man immer wieder die leicht vom Wind geneigten Bäume, deren Stamm sich in etwa zwei Meter Höhe teilt; die Rinde ist spiralförmig angeschnitten und der daraus austretende, zähflüssige Saft – das Latex – tropft in ein kleines Töpfchen bzw. in eine halbe Kokosnussschale.
Der Gummibaum – Hevea brasiliensis – war, wie sein botanischer Name schon sagt, in Brasilien heimisch. Im Jahr 1876 gelang es dem Botaniker Henry Wickham Samen nach England zu schmuggeln. Er war der Meinung, dass diese Pflanze auch gut in den englischen Kolonien in Asien zu kultivieren sei. Recht hatte er! Heute ist Latex eines der Hauptexportgüter Sri Lankas.
Der Gummibaum wird erst im Alter von sieben Jahren beschnitten, dann liefert er über 30 Jahre Kautschuk. Morgens schneiden die Arbeiter die Rinde mit einem gebogenen Messer ein, und zwar nur über die Hälfte des Stammes, damit der Baum überleben kann. Aus dem Schnitt tropfen täglich nur ca. 50 Gramm Latex, das meist direkt am Rand der Plantage weiterverarbeitet wird. Zum Gerinnen versetzt man das Latex mit Essigsäure, die daraus entstehenden gallertartigen Platten werden mittels Pressmaschinen entwässert. Danach hängt man die Platten zum Trocknen auf oder man räuchert sie.

Sri Lanka | Fischerei

 

 

 

 

Fischerei

Auf Sri Lanka gibt es verschiedene Arten von Fischfang: Fischer auf kleinen Auslegerbooten in Küstennähe, Hochseetrailer, die länger als eine Woche unterwegs sind und die Fischer, die mit Angel oder auch nur einem Nylonfaden mit Haken stundenlang am Ufer warten. Für Touristen zeigen auch die Stelzenfischer von Weligama noch ihre alte Fangweise.
Der Fisch wird dann direkt am Markt verkauft oder in kleine Styroporboxen gepackt mittels kleinen LKWs ins Innere der Insel verbracht.
Auch Trockenfisch ist ein einträgliches Geschäft, vielerorts sieht – und riecht – man den aufgelegten, gesalzenen Fisch in der Sonne.
Mittlerweile werden im nördlichen Teilen der Insel auch Seegurken gezüchtet; diese werden meist nach Südostasien exportiert.

Sri Lanka | Reis

 

 

 

 

Reis - das Brot Asiens

Mit einem Augenzwinkern gesteht man, dass ein Sri-Lanker einen Tag ohne Reis nicht überleben würde! Reis ist nun mal das Hauptnahrungsmittel. Auf Sri Lanka werden derzeit etwa fünfzehn Reissorten kultiviert, in alten Zeiten waren es sehr viel mehr.
Auf Sri Lanka wird zweimal pro Jahr Reis angebaut bzw. geerntet: der Reis der Trockenzeit und der Reis der Regenzeit (Maha und Yala).
Reis braucht sehr viel Wasser, um zu wachsen - die Füße im Wasser, dem Kopf im Feuer, wie es so schön heißt. Bereits die alten Könige stellten ein großartiges System von Stauseen und Kanälen zu Verfügung, das auch heute noch für den Reisanbau genutzt wird. Im Bergland gibt es auch die eindrucksvolle Terrassenwirtschaft.
Auch heute noch sieht man den Bauern noch mit seinem Wasserbüffeln und einfachem Pflug, der sein Land auf traditionelle Weise bewirtschaftet - aber Mähdräscher sind bereits immer mehr im Einsatz.

Sri Lanka | Guave

 

 

 

 

Obst & Gemüse

Im Hochland und in der Trockenzone wird viel Gemüse für den heimischen Markt angebaut. In Dambulla, in der Mitte der Insel, liegen die größten Markthallen der Insel für Gemüse - Hauptgeschäftszeit ist während der kühleren Nacht.
Besonders schön finde ich, wie auf dem Märkten das Gemüse präsentiert wird - knackig frisch und kunstvoll aufgeschlichtet.

Sri Lanka | Chili

 

 

 

 

Gewürze

Wegen seiner Gewürze war Ceylon bereits vor Jahrhunderten das Ziel der Eroberer. Im feuchtwarmen Klima der Insel gedeihen sehr viele Gewürze, die auch heute noch bei der heimischen Bevölkerung sehr beliebt sind. Ein großer Teil geht jedoch auch in den Export, so zB ist Ceylon-Zimt fast so bekannt wie der Ceylon Tee.
Einen Überblick gibt es hier -> klick

Sri Lanka | Kokosnuss

 

 

 

 

Kokospalme (Cocos Nucifera)

Der Lebensbaum auf Sri Lanka – die Bevölkerung der Insel lebt von diesem Baum. Jedes Stück der Kokospalme wird verwendet - kein Stück der Kokospalme wird vergeudet:
Die jungen Früchte bieten ein beliebtes Erfrischungsgetränk, die ausgereiften finden in der Sri Lankischen Küche in Form von Kokosmilch Verwendung; auch Kokosöl kann daraus gewonnen werden. Die Wedel der Palme dienen auch heute noch teilweise als leicht zu reparierende Dacheindeckung oder als Sichtschutz bzw. Zaun. Der Stamm bietet widerstandfähiges und hartes Holz für die Bauwirtschaft und die Fasern der Kokoshülle werden zu Teppichen verarbeitet oder als Dünger verwendet. Auch die leeren Kokosschalen sind noch zu gebrauchen - entweder man verarbeitet sie zu Schalen und Ziergegenständen oder man benutzt sie als Brennstoff.
Last but not least: Auch die Blüten werden angezapft; daraus gewinnt man den Toddy, der in der Sri Lankischen Sonne sofort vergärt. Gebrannter Toddy ist Arrak, der bei keinem Fest auf Sri Lanka fehlen darf.
Hauptanbaugebiet in Plantagenwirtschaft ist nach wie vor das "Kokosdreieck" zwischen Kurunagala, Kalutera und Negombo.

Sri Lanka | Wasserbüffel

 

 

 

 

(Milch-)Kühe und Wasserbüffel

Die Kuh ist auch auf Sri Lanka heilig.
Aus der Milch – vorzugsweise aus der Büffelmilch – wird ein sehr fettreiches Joghurt hergestellt, eine köstliche aber kalorienreiche Nachspeise.
Im Hochland gibt es auch große Farmen nach neuseeländischen Vorbild, die man auch teilweise besichtigen kann.
Kühe von Kleinbauern laufen meist frei und sind Selbstversorger, sie organisieren ihr Leben individuell: Befruchtung, Nachwuchs, Futter.
Nur wenige Leute auf Sri Lanka essen Rindfleisch, meist sind es nur Muslime. Aus diesem Grund gibt es fast keine Schlachthöfe für Rinder, diese werden nach ihrem natürlichen Tod einfach vergraben.

Sri Lanka | Wilde Baumwolle

 

 

 

 

Wilde Baumwolle - der weiße Kopakbaum

In der Gegend von Mahiyangana findet man die wilde Baumwolle. Für mich war es eine sehr große Überraschung als ich sah, dass es sich dabei um einen ca. 15 Meter hohen Baum handelt. Das Holz dieses Baumes ist sehr weich und bricht leicht, demnach kann man die Baumwolle nicht ernten, sondern muss warten, bis die Kapseln aufplatzen und vom Baum fallen.
Diese Baumwolle ist sehr weich und wird auf Sri Lanka meist als Kissenfüllung verwendet; verspinnen läßt sich diese Sorte jedoch nicht und ist daher nur für den lokalen sri-lankischen Markt gedacht.

Sri Lanka | Hühnerfarm

 

 

 

 

Hühnerzucht

In Chilaw durfte ich einen kleinen Hühnerzuchtbetrieb besichtigen. Hier werden pro Stall 500 "Fleischhennen" gehalten und nach 40 Tagen lebend abtransportiert. Habe auch im Blog darüber geschrieben -> klick.

Sri Lanka | Shrimpsfarm

 

 

 

 

Shrimps-Farmen

Zwischen Chilaw und Puttalam gibt es sehr viele Shrimps-Farmen, hier werden die kleinen Tiere für den Export gezüchtet. Auf einem der obigen Bilder sieht man ein Luftrad, mit diesem wird das Wasser im künstlichen Teil mit Luft angereichert.

Sri Lanka | Toddy Tapper

 

 

 

 

Toddy Tapper

Immer wieder sieht man auf Sri Lanka Männer auf zwischen Palmen gespannten Tauen balancieren. Es sind Toddy-Tapper. Sie schneiden den Blütenstand der Kokospalme an und stülpen einen Topf darüber. Der so gewonnene Saft wird leicht angegärt als Toddy verkauft oder zu Arrak destilliert.

Sri Lanka | Zimtölfabrik

 

 

 

 

Zimtölfabrik

Ceylon-Zimt ist die bekannteste Zimtsorte der Welt - kein Wunder, dass man immer und überall Zimtsträucher findet. Nachdem die Zimtrinde entfernt wurde, werden Holz und Blätter zur Zimtöl weiterverarbeitet. Zimtöl auf die Haut aufgetragen hat eine wunderbar wärmende Wirkung.

Sri Lanka - Cashew

 

 

 

 

Cashew

Auf Sri Lanka gibt es auch viele Cashew-Bäume, sogar ein Dorf gibt es mit diesem Namen: Kadjugama (Katschugama) - es liegt etwas östlich von Negombo. Wir als Europäer wissen oft nicht, dass das Beste an der Cashew-Nuss das Fruchtfleisch ist, das oberhalb der Nuss heranreift. Einfach köstlich, probieren Sie es!

Sri Lanka - Schweinezucht

 

 

 

 

Schweinezucht

Nördlich des Flughafens von Colombo gibt es sehr viele Christen, die auch Schweinefleisch essen. Selbstverständlich züchtet man seine Schweine selbst, wenn man etwas Platz im Garten hat.
Wie sagte der Besitzer des C & I Hotels: "Hier schmeckt das Schweinefleisch noch so wie zu meiner Kinderzeit in Schweden."


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